Ab 1957 fuhren die TMS PIZ LA MARGNA und das Schwesterschiff PIZ JULIER auf dem Rhein. In der damaligen Zeit gehörten sie zu den schnellsten und schönsten Cargo-Schiffen auf dem Rhein. Gezeichnet wurden die Schiffe von dem begnadeten Schweizer Schiffsbau-Ingenieur John Moor und für die Basler Reederei BRAG AG auf der Werft Mainz-Mombach gebaut. Und die besondere Bauart, das Steuerhaus in der Mitte des Schiffes, hat bei fast allen Schifferkollegen absolute Bewunderung hervorgerufen. Und manch einer der Kollegen (inklusive des Initianten) waren heimlich ein bisschen neidisch, nicht eines dieser Schiffe gefahren zu haben.

2 4 a Piz La Margna

          2 4 b Piz La Margna           2 4 c Piz La Margna

Schiffsdaten:

Länge 94,80 m
Breite 11,05 m
Tiefgang 2,68 m
Tonnage 1.815 to
Maschinenleistung 2 x 750 PS
Maschinenhersteller MWM
Baujahr 1957
Bauwerft Rheinwerft GmbH, Mainz-Mombach

 

Das Schiff „TMS PIZ LA MARGNA“ ist ein wichtiger Zeitzeuge der Basler Transport-Kultur und sollte im Ausland die Schweiz als internationalen Transporteur repräsentieren.

Achtung: Das gesamte Umbaukonzept ist in der Theorie durchdacht. Die Realität kann aber mögliche Abweichungen ergeben, sowohl in der Planung als auch bei den Kosten.
 

Der Zeitablauf der Umsetzung

  • Das Schiff im jetzigen Zustand erwerben
  • Auf der Werft grundlegende Veränderungen vornehmen
  • Umbauten wie Wohnung, Maschine, Electrik, Gastro-Küche usw.
  • Ausrüsten
  • Das Schiff von Grund auf konservieren und neu streichen
  • Mit der eigenen Wasserstrahl-Anlage wird das Schiff Schritt für Schritt von hinten bis vorne abgestrahlt, sorgfältig mit High-Tech Anstrichen behandelt und farblich wieder in den Original Zustand (gelb) gebracht
  • In der Anfangszeit werden beide Besatzungen an Bord sein
  • Das Abstrahlen und Anstreichen der Laderäume wird von einer externen Firma ausgeführt
  • Abnahme durch die SUK (Schiffsuntersuchungs-Kommision)
  • Nach der Abnahme wird das Schiff in die Region Basel gebracht

Wir hoffen, unterhalb von Basel, in Weil (D) oder Huningue (F) einen geeigneten Liegeplatz zu finden. Gegebenenfalls werden wir auf eigene Kosten einen sichern Landgang erstellen. Verhandlungen sind schon im Gange.

Um es als Museumschiff wieder in Fahrt zu bringen, müssen unter anderem folgende Arbeiten ausgeführt werden:

  • Zulassung für 250 Personen als Tagesausflugs-Passagiere
  • Das Name wird wieder auf „PIZ LA MARGNA“ umgeändert. Register-Ort ist Basel, also unter „Schweizer Flagge“
  • Steuerhaus wieder in alte Form umbauen, Rückwand schräg nach vorne
  • Personenlift von Ausstellungsraum bis Steuerhaus. Das Schiff ist Rollstuhlgängig
  • Die Wohnungen neu aufbauen, teils im “Retro-look“ (NierenTischchen, Tulpenlampen usw.)
  • Die Laderaum-Zone in Ausstellungs-Räume umfunktionieren
  • Autokran im Bereich Laderaum 1 oder 2
  • Grosse Deckklappe im Bereich Raum 1 oder 2
  • 2 neue Maschinenräume mit je 600 PS Stromgeneratoren
  • Neuer Diesel-Elektrischer Antrieb. Die alten Motoren als Museum, teilweise öffnen.
  • Bugstrahlruder, 360 grad schwenkbar
  • Elektrik und Elektronik komplett neu aufbauen
  • Spitz-Pfahl, um das Schiff zu verankern
  • Gastro Küche
  • 2 x ca 50 Meter elektronische Werbemonitore an die Reling

Für die Zulassung als Passagierschiff müssen alle Vorschriften gemäß Schiffs-Untersuchungs-Verordnung, Artikel 15 entsprechen.

Details zum Umbau

Die Laderäume werden mit Durchgangsöffnungen versehen und mit Bodenplatten ausgerüstet. Dann in weiss gestrichen, mit Lüftung / Aircon und gut beleuchtet sind sie jetzt Ausstellungs-Räume. In 2 Laderäume werden je ein lärmisoliertes Stromaggregat (ca. 600 PS) eingebaut. Die Laderäume werden mit 3 Ausgängen (vorne, mitte und hinten) versehen. 3 Treppen (1,35 / 1,40 m breit) führen direkt auf Deck.

Die alten Maschinen werden von der Antriebs-Welle abgekuppelt und stillgelegt. Sie sind dann nur noch Ausstellungsexponate. Die Antriebswellen werden mit Elektromotoren versehen. Damit hat das Schiff nun einen diesel-elektrischen Antrieb. Die Stromversorgung erfolgt von den 2 neuen Stromaggregaten.

Das elektrische System wird komplett neu nach den neusten Vorschriften aufgebaut. Das alte System wird vollständig stromfrei gemacht und bleibt als Teil des Museums erhalten.

Neu gibt es generell 3 verschiedene Stromkreise:

24 Volt Nautik / Navigation
220 Volt          Reguläres Verbraucher-Netz an Bord
380 Volt Für Antrieb und schwere Geräte (Autokran, Winden, Pumpen usw.)


Im Bug wird ein neuer, elektrisch angetriebener Bugstrahler montiert. Zusätzlich wird ein „Spitz-Pfahl“ eingebaut. Damit kann man das Schiff praktisch an jeder Stelle (max. 8-9 Meter Wassertiefe) verankern.

Im Steuerhaus finden sich die heute üblichen Instrumente und Anzeigen, um das Schiff im normalen Fahrdienst zu betreiben. Es werden aber auch alte Sachen wie z.B Steuerrad Haspel, Maschinen-Telegraf, blaue Flagge, usw. vorhanden sein, welche als Ausstellungsgegenstände dienen.

Im Kiosk / Materialraum unter dem Steuerhaus befindet sich eine kleine Bar mit Kochnische, um bei Events gastromässige Angebote zu machen. Eine 1,35 Meter breite Treppe führt als Haupteingang in den Laderaum. Mit einem rollstuhlgängigen Personen-Lift erreicht man von hier sowohl die Ausstellungszone, als auch das Steuerhaus.

In der Laderaum-Zone hat es neben 2 getrennten Maschinen-Räumen auch 5 Gäste-Toiletten (eine ist behinderten-gerecht und verfügt über ein Wickeltisch und eine Dusche) und eine Gastro-Küche mit begehbarer Kühl-Zelle.

In der Wohnung hinten hat es ein Schiffsführer- sowie 4 Gäste-Zimmer, alle mit Doppelbett und Nass-Zone, wie auch der Wohnraum bestehend aus Küche, Essen und Wohnen im Stil der 60er Jahre, um teilweise als Museum zu dienen.

Die Wohnung vorne ist reserviert für die 2 Matrosen, plus ein Koch / Gästezimmer.

Das Deck bleibt möglichst unverändert. Natürlich muss es den heutigen Vorschriften angepasst werden mit Geländer usw. Ausserdem wird im Bereich Raum 2 zwischen den Ladeleitungen ein Mehrzweck-Kran angebracht, um schwere Sachen wie Ausstellungs-Stücke oder Autos an Bord zu nehmen. Beim Raum 2 hat es eine wasserdichte Klappe im Deck, um grosse Gegenstände wie Autos usw in die Raumzone herunter zu lassen.

Piz la Margna - Bauplan

2 4 1 2 a Bauplan alt               2 4 1 2 b Bauplan ganz

 

Piz la Margna - Laderaum-Zone


Vermessung der Zonen:

  Meter 
Laufmeter 
Wand 
Fläche 
m
2 4 1 3 a Laderaum Zone
 Zone 1: Originaler Laderaum
7,64 
4,20 
1,32 
3,00 
5,10 
 




21,26 
37,64 
 Zone 2: 3,80 
7,64 
3,00 
1,00 




15,44 
33,83 
 Zone 3: Garagen 11,18 
9,18 
5,00 
3,80 
3,80 




32,96 
102,67 
 Zone 4: Gang 7,33 
8,11 

15,44 
22,70 
 Zone 5: Foyer
5,17 
1,76 
1,43 
2,05 
2,49 
2,49 





15,39 
43,88 
 Zone 6: Eventraum
18,30 
18,30 
5,20 
1,78 
5,20 




48,78 
190,32 
 Zone 7: Abschließbarer Raum
9,25 
5,20 
1,17 
4,13 
0,60 
5,33 
1,00 






26,68 
47,60 
 Zone 8: 1,17 
2,31 
4,29 
2,70 
9,25 




19,72 
42,24 
 Total   195,76 
520,88 


 

Piz la Margna - Wohn-Zone

 

Vorne       
Unten Oben

   2 4 1 4 a Wohnzone Vorne Unten

2 4 1 4 b Wohnung vorne

Hinten        
  Oben
   2 4 1 4 c Wohnung hinten

 

Piz la Margna - Zustand heute

Das Schiff liegt seit ca. 15 Jahren in Belgien an der Kette. An der Steuerbord Bordwand hat es auf Grund einer Anfahrung ein Loch. Die hintere Wohnung ist zur Zeit bewohnt.

2 4 1 5 a Zustand jetzt           2 4 1 5 b Zustand jetzt
       
2 4 1 5 c Zustand jetzt   2 4 1 5 d Zustand jetzt
      
2 4 1 5 e Zustand jetzt   2 4 1 5 f Zustand jetzt

 


Piz la Margna - Zusammenfassung Umbau

Der Umbau erfolgt in 3 Etappen:

1. Arbeiten auf der Werft:

  • Boden vermessen
  • Bodenplatten ersetzen
  • Bordwand reparieren
  • Fäkalien Tank
  • 3 Niedergänge in den Laderaum
  • Die Laderäume durchgehend machen und den Boden mit Riffel-Blech versehen
  • Die Laderäume Sand / Wasser strahlen und lackieren
  • Reeling, 1 Meter hoch
  • Lüftung / Aircon
  • 2 grosse Stromagregate (ca 2 x 600 PS) einbauen
  • 2 kleine Stromagregate für den normalen Haus-Betrieb
  • Bugstrahler und Elektro-Antrieb einbauen
  • Spitz-Pfahl
  • Das Elektrische System neu aufbauen
  • Ruderanlage (evt. neu)
  • Deck-Kran (evt. neu)
  • Auf Deck eine Wasserdichte Laderaum - Öffnung machen
  • Abnahme und Klassifizierung mit SUK

2. Umbauten und Arbeiten, ausgeführt von Fremdfirmen:

  • Wohnung vorne neu
  • Wohnung hinten neu
  • Kiosk / Bar
  • Personen-Lift (Behinderten gerecht)
  • Gastro- Küche
  • Klima / Lüftung
  • Radar / Tresco
  • Werbe-Monitore
  • Brandschutz-Anlage

3. Umbauten und Arbeiten, ausgeführt von der Besatzung:

  • Ganzes Schiff Sand/Wasser strahlen (evt. Sand/Wasser-Strahlmaschine kaufen)
  • Schiff anstreichen, in Original BRAG Farben
  • Alter Maschinen-Raum komplett reinigen und streichen


Sobald der Umbau beendet ist, kann das Schiff ausgestattet werden:

Material einkaufen:

  • Aluminium Planken
  • Werbe Monitore
  • 300 Stühle
  • 40 Tische (wie auf MS Ch.Merian)
  • Küchen - Maschinen und Ausrüstung
  • Gastro Material wie Geschirr, Tischdecken usw